Der Kohlenmeiler ist ein traditioneller Holzaufbau zur Herstellung von Holzkohle und spielte im 19. Jahrhundert eine zentrale Rolle für die Gemeinde Günsterode. Bis heute wird dort jährlich ein Meiler als kulturelles Ritual errichtet und entzündet, um die historische Bedeutung der Köhlerei lebendig zu halten und Gemeinschaft zu stärken.

An diese handwerkliche und symbolische Tradition knüpft der Entwurf einer begehbaren Installation an. Das pavillonartige Objekt übernimmt die charakteristische Form des Meilers und übersetzt sie in einen zeitgenössischen Ort der Zusammenkunft.

Im Inneren entsteht durch eine Plattform in Yakisugi-Technik sowie einen goldenen Vorhang eine Atmosphäre, die das glühende Zentrum des Meilers abstrahiert. Sonnenlicht durchflutet den Raum und schafft einen ruhigen, fast spirituellen Treffpunkt zum Verweilen und Austauschen.

Fotos: Nico Wefers , José Schloss

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